„Willkommen in Sendling“

Die Erstaufnahmestelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Meindlstrasse ist eröffnet

Gute Nachrichten aus Sendling: Nach Wochen und Monaten mühevoller Vorbereitungsarbeit konnte die Erstaufnahmestelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im alten Pfarrhaus in der Meindlstraße am 12.02.2015 endlich feierlich eröffnet werden.

Im  Rahmen des sogenannten Übergangswohnens können 30 jugendliche Migranten unter der Obhut der Katholischen Jugendfürsorge München und Freising e.V. nunmehr erstversorgt, sozialpädagogisch, medizinisch und schulisch betreut und für die Vermittlung in geeignete Nachfolgeeinrichtungen vorbereitet werden. So geht für diese jungen Menschen zumindest vorerst eine lange und gefährliche Reise zu Ende, die mit Flucht und Vertreibung begann und sie über tausende von Kilometern zu uns nach Deutschland führte.

Bei der Eröffnungsfeier kamen eine Vielzahl von Mitarbeitern, Helfern und politisch Verantwortlichen zusammen, um die minderjährigen Flüchtlinge in einem festlichen Rahmen willkommen zu heißen. So erschienen zu diesem Anlass u.a. Herr Moosandl aus der Leitung des Stadtjugendamts, Herr Anders vom erzbischöflichen Ordinariat, Vertreter der evangelischen und katholischen Pfarrgemeinde aus Sendling, eine Abordnung des Bezirksausschusses Sendling und Herr Brieller, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge München  und Freising e.V.

Begrüßt wurden die Gäste sowohl von den Jugendlichen selbst als auch von den Helfern und Betreuern vor Ort, die in der Meindlstraße tagtäglich engagiert und hochmotiviert ihren Dienst tun. Uli Pointner, als Einrichtungsleiter des SBW-Flexible Hilfen München auch Hauptverantwortlicher für die Erstaufnahmestelle, zeigte sich über den regen Besuch erfreut und hob in seiner Ansprache vor allem die gesellschaftliche Unterstützung in Sendling hervor: So wurde die Inbetriebnahme der Aufnahmestelle bereits seit langer Zeit von einer lokalen Bürgerinitiative unterstützt, die sich im Vorfeld der Eröffnung intensiv für die caritative Nutzung des zuvor leerstehenden Pfarrhauses einsetzte. „Wir freuen uns ganz besonders über die wunderbare Unterstützung der Sendlinger Bürger“, betonte Herr Pointner.

Auch die jugendlichen Bewohner selbst zeigten sich glücklich und zufrieden darüber, endlich in einer festen und angemessenen Unterkunft wohnen und leben zu dürfen. So äußerte ein Flüchtling aus Afghanistan: „Wir sind unseren Betreuern und auch Deutschland sehr dankbar  für alles und hoffen, hier für uns eine positive Zukunft aufbauen zu können“.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung konnten sich die Besucher im Rahmen einer Hausbesichtigung ein Bild der wohnlichen Gegebenheiten machen. Und auch wenn so manches, bedingt durch die Kürze der Zeit, noch improvisiert und einfach wirkt, so ist doch ein guter Geist und der unbändige Wille zu spüren, die Erstaufnahmestelle weiterhin wachsen und vervollkommnen zu lassen.

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